Publikation

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Abstract: Heutzutage wird das Wort „Utopie“ hauptsächlich negativ verwendet und als gescheiterter Plan angesehen. Als angewandte Kunst kann und konnte sich die Architektur nie so kritisch positionieren wie beispielsweise die bildende Kunst. Mittlerweile ist die Architektur von Pragmatismus geprägt, der dem Bauen den bedingungslosen Vorzug gibt. Was also kann die (architektonische) Utopie noch leisten? Ausgangslage für „NIEMANDSRÄUME“ ist die Behauptung, dass die Utopie nicht als Bauaufgabe – also als gescheiterter Plan – zu verstehen ist, sondern als Werkzeug, kritisch, künstlerisch und gesellschaftsfähig zu arbeiten. In Bildern denken, nicht in ökonomischen Worthülsen, und Entwürfe zulassen, die nie als Realvision gedacht waren. „NIEMANDSRÄUME“ ist eine „Graphic Novel“, ein Comicroman, der als künstlerische Ausdrucksform auch in der Architektur an Bedeutung gewinnt.

Dieses Medium schafft es, Potentiale der Architektur aufzuzeigen und den Betrachter Bild für Bild auf eine Reise in Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges einzuladen. „NIEMANDSRÄUME“ ist eine Gegenüberstellung einzelner Architektur-Utopien und macht erdachte Räume experimentell erlebbar.

Niemandsräume ist unter der Betreuung von Prof. Hans Kupelwieser am Institut für Zeitgenössische Kunst Graz und mit Hilfe des Verlages der TU Graz in einer Erstauflage von 500 Stk. erschienen.

Am 20. Jänner 2015 fand die offizielle Buchpräsentation im FORUM STADTPARK im Rahmen von „Architektur in Serie“ statt. Neben studio short version english_No Man´s SpacesASYNCHROME waren als Diskussionsgäste Helmut Kaplan, Edda Strobl vom Comickollektiv TONTO Comics und die Kulturanthropologien Mélanie van der Hoorn mit ihrer Publikation BRICKS and BALOONs – Architecture in Comicstrip Form zu Gast. Das Gespräch erwies sich als äußerst spannend, da alle Teilnehmer ihren unterschiedlichen Zugang des Medium Comics erörtern konnten.

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