Path´s to EU-topia - Pavelhouse

Path´s to EU-topia – Pavelhouse

As early as 1516 Thomas Morus, in his ambivalent essay „Utopia“, sketched out a possibility of social thinking in order to recognize current connections and to put them into discussion. But over the course of the centuries the ideas of Utopia developed into a fictitious, condemned, negatively connotated plan. However, today’s pluralistic realities demand a more diffi- cult way of looking. In a central search for answers, solutions and the global „HOW TO FIND“, we slowly but surely reach our limits in a time of results orientation. So what happens if one understands the city not as a defending system, but once again as a present base, based on incredibly many dynamic processes and opportunities? How can we learn from existing ideas and draw our contemporary conclusions from them?

studio ASYNCHROME believe in the (e) utopian potential in our society – their view of that utopia is not a failed plan or wishful thinking, but a tool, a way to think about our world and thus change! But what are the current questions that need to be looked for again or again? The exhibition shows overlaps which are specifically concerned with the content of the EU’s recent White Paper on the future of the community of states. It provides an insight into ongoing fields of employment, such as arriving in the city, the advancing digitization, and the daily exploration of the utopia. The drawn narrations, however, do not constitute guidance, but can be understood as the basis for discussion – because the processes are differentiated, so interwoven with each other at the same moment. With these shortcuts, studio ASYNCHROME wants to make its utopian track search visible. Open one or more doors to talk about various possibilities and perspectives together and thus to experience different views and paths to EU-topia.

Schon 1516 skizzierte Thomas Morus in seiner ambivalenten Schrift „Utopia“ eine Möglichkeit des gesellschaftlichen Denkens, um gegenwärtige Zusammenhänge zu erkennen und diese auch zur Diskussion zu stellen. Doch im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Vorstellungen der Utopie zu einem fiktiven, zum Scheitern verurteilten, negativ konnotierten Plan. Gerade unsere heutigen, pluralen Wirklichkeiten verlangen aber erneut nach einer diffizileren Betrachtungsweise. Bei der zentralen Suche nach Antworten, Lösungen und dem globalen „WIE WEITER“, stoßen wir in einer Zeit der Ergebnisorientiertheit langsam aber sicher an unsere Grenzen. Was passiert also, wenn man die Stadt nicht als zu verteidigendes System, sondern erneut als gegenwärtige Basis, gegründet auf unglaublich vielen dynamischen Prozessen und Chancen versteht? Wie können wir aus vorhandenen Ideen lernen und unsere zeitgenössischen Schlüsse daraus ziehen?

studio ASYNCHROME glaubt an das (e)utopische Potenzial in unserer Gesellschaft – ihrer Sichtweise nach, ist die Utopie kein gescheiterte Plan oder eine Wunschvorstellung, sondern ein Werkzeug, eine Methode, um unsere Welt zu denken und somit zu verändern! Doch was sind die gegenwärtigen Fragen, die man erneut suchen, oder auch wieder stellen muss? Die Ausstellung zeigt Überlagerungen welche sich konkret mit den Inhalten des kürzlich präsentierten Weißbuches der EU zur Zukunft der Staatengemeinschaft auseinandersetzen. Sie gibt Einblicke in fortlaufende Beschäftigungsfelder wie das Ankommen in der Stadt, die fortschreitende Digitalisierung sowie die tägliche Auseinandersetzung mit der Utopie. Die gezeichneten Narrationen stellen jedoch keine Anleitung dar, sondern können als Grundlage zur Diskussion verstanden werden – denn so differenziert sich die Prozesse darstellen, so verwoben sind diese im selben Moment miteinander. Mit diesen Verknüpfungen will studio ASYNCHROME seine utopische Spurensuche sichtbar machen. Eine oder mehrere Türen öffnen, um gemeinsam über diverse Möglichkeiten und Sichtweisen zu sprechen und somit unterschiedlichen Ausblicke und Pfade nach EU-topia zu erfahren.

Opening Photos by David Kranzelbinder